Die Tage werden kürzer, das Wasser kälter – für die meisten Paddler endet jetzt die SUP-Saison. Bevor dein aufblasbares Board für die nächsten Monate im Keller oder in der Garage verschwindet, lohnt sich eine Stunde Arbeit. Denn wie du ein iSUP einlagerst, entscheidet darüber, ob es im Frühjahr sofort wieder einsatzbereit ist oder ob du erst nach Schimmelflecken, porösen Stellen und einem undichten Ventil suchen musst.
In diesem Beitrag zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du dein SUP richtig überwinterst: reinigen, trocknen, kontrollieren, verpacken und lagern. Am Ende findest du eine kompakte Checkliste zum Abhaken.
Warum die richtige Winterlagerung so wichtig ist
Ein aufblasbares SUP besteht aus PVC-Schichten, Klebe- oder Schweißnähten und im Inneren aus tausenden Drop-Stitch-Fäden. Das Material ist robust, mag aber drei Dinge nicht: Feuchtigkeit über lange Zeit, starke Temperaturschwankungen und scharfe Knicke unter Druck. Genau diese drei Faktoren treffen im Winter häufig zusammen, wenn das Board feucht zusammengerollt in einer kalten Garage liegt und womöglich noch Kisten darauf gestapelt werden.
Die gute Nachricht: Mit ein paar einfachen Handgriffen vermeidest du fast alle typischen Winterschäden.
Schritt 1: Gründlich reinigen
Spül dein Board nach der letzten Ausfahrt mit klarem Süßwasser ab – besonders wichtig, wenn du im Meer oder in einem Badesee mit viel Sonnencreme-Rückständen unterwegs warst. Salz, Sand und Algen sollten nicht über Monate auf dem Material bleiben.
- Nimm einen weichen Schwamm oder eine weiche Bürste und bei Bedarf etwas mildes, pH-neutrales Reinigungsmittel.
- Reinige das EVA-Deckpad besonders gründlich – in den Rillen sammeln sich Sand und Schmutz.
- Spül die Finnenbox aus und entferne Sandkörner aus der Schiene.
- Verzichte auf Lösungsmittel, Scheuermilch und Hochdruckreiniger.
Vergiss das Zubehör nicht: Paddel auseinandernehmen und abspülen, Leash und Finne reinigen, die Pumpe außen abwischen.
Schritt 2: Vollständig trocknen lassen
Das ist der wichtigste Schritt überhaupt. Ein Board, das auch nur leicht feucht eingerollt wird, kann über den Winter Stockflecken und unangenehmen Geruch entwickeln. Lass das aufgepumpte Board an einem schattigen, luftigen Ort trocknen – nicht in der prallen Sonne, denn Hitze erhöht den Innendruck. Dreh es nach einer Weile um, damit auch die Unterseite und die Kanten trocken werden.
Auch der Rucksack braucht Zeit zum Trocknen. Häng ihn offen auf, bevor du das Board wieder hineinpackst.
Schritt 3: Board und Ventil kontrollieren
Der Winter ist die ideale Zeit für kleine Reparaturen – im Frühjahr willst du schließlich aufs Wasser und nicht flicken. Pump das Board auf den empfohlenen Druck auf und lass es einige Stunden liegen. Verliert es spürbar Luft, such die Stelle mit Seifenwasser: Wo sich Bläschen bilden, entweicht Luft.
- Kleine Löcher und Kratzer: lassen sich mit einem Reparaturset für SUP-Boards selbst beheben. Das Set enthält Kleber, zwei zuschneidbare Patches (20,5 x 8 cm) und einen Ventilschlüssel.
- Undichtes Ventil: Oft hat sich nur der Ventileinsatz gelockert. Mit dem Ventilschlüssel aus dem Reparaturset ziehst du ihn wieder fest.
- Nähte und Kanten: Prüf die Seitenränder auf Ablösungen. Größere Schäden an Nähten lässt du besser von einem Fachbetrieb oder über die Garantie prüfen.
Schau bei dieser Gelegenheit auch deine Pumpe an: Zeigt das Manometer noch zuverlässig an, sitzt der Schlauch fest? Eine zuverlässige Doppelhubpumpe wie die Aqua Marina Liquid Air V2 (2,6 + 2,6 Liter, Druckbereich 4 bis 20 psi) erleichtert nicht nur das Aufpumpen, sondern dank Umschaltfunktion auch das Luftablassen.
Schritt 4: Aufgepumpt oder eingerollt lagern?
Beide Varianten sind möglich – entscheidend ist, wie viel Platz du hast.
Variante A: Leicht aufgepumpt lagern
Wenn du genug Platz hast, ist das die schonendste Methode. Lass so viel Luft ab, dass das Board nur noch leicht gefüllt ist, und lagere es flach liegend oder hochkant an der Wand. So entstehen keine Knicke, und das Material bleibt entspannt. Leg nichts Schweres darauf.
Variante B: Locker eingerollt lagern
Für die meisten Haushalte praktischer. Lass die Luft vollständig ab, nimm die Finne ab und roll das Board vom Bug Richtung Heck – also zum Ventil hin, damit die Restluft entweichen kann. Roll locker, nicht stramm, und falte nicht an immer derselben Stelle. Danach kommt das Board in den Rucksack.
Wenn du dein Board oft transportierst oder viel Zubehör mitnimmst, ist die Aqua Marina Premium Tasche mit Rollen ein geräumiger Aufbewahrungsort, in dem Board, Paddel und Pumpe zusammen Platz finden.
Schritt 5: Der richtige Lagerort
Der ideale Platz für dein SUP im Winter ist trocken, dunkel und gleichmäßig temperiert. Ein Abstellraum, ein trockener Keller oder ein Schrank in der Wohnung sind besser als ein ungedämmter Gartenschuppen.
| Lagerort | Geeignet? | Hinweis |
|---|---|---|
| Trockener Keller / Abstellraum | Sehr gut | Auf Luftfeuchtigkeit achten |
| Schrank oder unter dem Bett | Sehr gut | Board locker eingerollt im Rucksack |
| Beheizte Garage | Gut | Nicht direkt neben Heizung oder Auto-Abgasen |
| Ungedämmter Schuppen | Eher nicht | Frost, Feuchtigkeit und Nager |
| Dachboden | Eher nicht | Große Temperaturschwankungen |
Leg das Board außerdem nicht direkt auf kalten Betonboden, sondern auf ein Regal oder eine Unterlage. Halte es von Heizkörpern, scharfkantigen Werkzeugen und Lösungsmitteln fern.
Schritt 6: Zubehör nicht vergessen
- Paddel: zerlegt und trocken lagern, Verstellmechanismus von Sand befreien.
- Finne: separat aufbewahren, damit sie sich nicht verbiegt.
- Leash: Klettverschluss reinigen und trocknen.
- Pumpe: trocken lagern, Schlauch nicht knicken.
Checkliste: SUP richtig einlagern
- ☐ Board mit Süßwasser abgespült und gereinigt
- ☐ Finnenbox und Deckpad von Sand befreit
- ☐ Board und Rucksack vollständig getrocknet
- ☐ Dichtheit geprüft, kleine Schäden repariert
- ☐ Ventil kontrolliert und bei Bedarf nachgezogen
- ☐ Finne abgenommen
- ☐ Leicht aufgepumpt oder locker eingerollt
- ☐ Trocken, dunkel, frostfrei gelagert
- ☐ Nichts Schweres auf dem Board
Im Frühjahr: So startest du in die neue Saison
Hol das Board rechtzeitig aus dem Winterlager, roll es aus und lass es einige Stunden bei Zimmertemperatur liegen, bevor du es aufpumpst. Prüf dann noch einmal Ventil und Nähte. Wenn du über ein neues Board nachdenkst, hilft dir unser Ratgeber Das beste SUP-Board für Anfänger bei der Wahl. Ein vielseitiges Allround-Board wie das Aqua Marina Fusion 10’10” (330 x 81 x 15 cm, bis 150 kg) ist für viele Einsteiger ein guter Start.
Häufige Fragen zur SUP-Winterlagerung
Darf ein aufblasbares SUP im Winter in der kalten Garage liegen?
Kurzfristig ist das meist kein Problem, über Monate sind Frost und Feuchtigkeit aber nicht ideal für PVC und Klebestellen. Besser ist ein trockener, frostfreier Raum.
Soll ich mein SUP aufgepumpt oder eingerollt lagern?
Leicht aufgepumpt ist am schonendsten, braucht aber Platz. Locker eingerollt im Rucksack ist ebenfalls in Ordnung, solange das Board vorher vollständig trocken ist.
Wie bemerke ich einen kleinen Luftverlust?
Pump das Board auf, lass es einige Stunden liegen und prüf den Druck erneut. Undichte Stellen findest du mit Seifenwasser.
Wo finde ich passendes Zubehör für die Aufbewahrung?
Taschen, Rucksäcke und Packsäcke findest du in unserer Kategorie Taschen und Aufbewahrung.















